Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

23.09.2003

Karl Valentin als moderner Rechtsdenker

Unter diesem Titel räsoniert Heribert Prantl über die Zukunft des Strafrechts in Deutschland in der Süddeutschen Zeitung. Sein Fazit, im Hinblick auf die gewaltige Zahl von Straftaten würden ganz überraschende Selektionsmechanismen greifen - heute Diebstahl, morgen Schwarzfahren auf der Tagesordnung der Polizei und Staatsanwaltschaft -, der Rechtsstaat sei deshalb im Umbruch, der Bürger habe es nur noch nicht gemerkt, scheint allerdings so unangreifbar nicht zu sein. Bestand diese Notwendigkeit nicht schon immer oder ist nun doch die Kriminalität im Anwachsen begriffen (aber bestreitet dies Prantl nicht auch bisweilen mit guten Gründen?)? Oder richtet sich der Beitrag gegen einen Kahlschlag bei Polizei, Staatsanwalt und Richtern? Dann hätte man sich Zahlen gewünscht. Damit der Bürger nicht immer so dumm bleibt, wie von Prantl befürchtet.


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