Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

02.05.2004

Der Osten vergreist, verarmt und verdummt!

Ein gespenstiges Szenarium, das natürlich durch akute ohne Probleme getoppt werden kann. Und hierin liegt das Problem. Es wird nie die Zeit sein, eine Politik des langen Atems zu etablieren, die über Legislaturperioden hinweg jungen Menschen im Osten eine Perspektive aufzeigt. Dieser lange Atem fehlt überall: Bei der Frage, wie man mit delinquentem Verhalten auch junger Menschen umgehen sollte, welche Folgerungen daraus zu ziehen sind, dass für einen überschaubaren Zeitraum die Schülerzahlen zurückgehen, welche Hochschullandschaft man pflegen sollte. Vielleicht ist es arrogant, an einen langen Atem zu appellieren, wenn der kurze kaum das Überleben verspricht. Vielleicht braucht man aber derartige langfristige Visionen auch deshalb, um zum Atmen Tag für Tag die Kraft zu finden. Und was passiert, wenn man im vermeintlichen Hier und Jetzt verharrt, hat Leyendecker (vgl. ebenfalls die News) eindrucksvoll gezeigt. Plötzlich werden Errungenschaften der Freiheit zur Disposition gestellt, die einem die Luft für den Tag verschafft hatten.


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