Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

26.07.2004

Kriminologe blickt voraus

So lautet die Überschrift in der Süddeutschen Zeitung vom 26. Juli. Die EU-Osterweiterung erfordere nach Ansicht des Kriminologen Schwind in Deutschland den Bau von zwölf weiteren Gefängnissen. Er begründet dies mit der zu erwartenden Migration von zwei Millionen Menschen aus dem Osten innerhalb der nächsten 15 Jahre. Von diesen landeten rein statistisch etwa 4000 hinter Gittern. - Wir danken für diesen rein statistischen Hinweis und möchten ihn wie folgt ergänzen: Wir freuen uns, mitteilen zu dürfen, dass überproportional viele der Ausländer hinter Gittern landen (werden), weil die Strafverfolgungsbehörden auf sie ein besonderes Auge werfen. Dass es ein besonderes Problem der Ausländerkriminalität gibt, habe ich schon mehrfach bestritten (zuletzt in ZRP 2001, 531). In der Eile vergaß Schwind (so PS zutreffend) zu erwähnen, dass vermutlich mehr als 12 neue Kindergärten und Kitas zu bauen sein werden, Wohnungen haben wir noch.


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