Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

16.11.2004

Kriminalitätätsentwicklung, Furcht und kriminalpolitische "Folgerungen"

Neu ist es nicht, was in einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen zum Ausdruck kommt, aber leider doch nach wie vor bei den meisten nicht bekannt bzw. nicht handlungsleitend: (1) Die Kriminalität und die Tatschwere sind im Sinken begriffen. (2) Die Kriminalitätsfurcht schert sich nicht darum, wohl aber um die Kriminalitätsberichterstattung in den Medien (3). Die kriminalpolitischen Folgerungen werden als solche von Pfeiffer zwar zutreffend charakterisiert, die jeweils handlungsleitenden Motive bleiben aber weitgehend im Dunkeln, das Credo, das Geld statt in Haftplätze lieber in präventive Maßnahmen zu stecken, ist kein anderes, als dasjenige von Liszt vor 100 Jahren. Damit wird es nicht diskrediert, erscheint aber seltsam naiv und überdies extrem undifferenziert. Eben, sagen die Politiker, nichts wirkt sicherer präventiv als der weggeschlossene Straftäter oder der ausgeschlossene Feind.


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