Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

05.01.2005

Die Zukunft fängt erst an

Bei der dieses Jahr anstehenden Einführung von Pässen mit biometrischen Merkmalen und RFID-Chips wird von Seiten der Kritiker häufig angeführt, es bestünden Missbrauchspotenziale und hohe Fehlerquoten. Doch greift eine derartige Diskussion nicht ohnehin zu kurz? Wenn man sich hierauf einlässt: Wer definiert, was zulässiger Gebrauch von Daten und unzulässiger Missbrauch ist? Was wäre, wenn die Fehlerquote gesenkt werden könnte? Ist es Pragmatismus oder Ohnmacht, sich in eine derartige Diskussion hineinziehen zu lassen?


Kommentare

20.11.2012, 20:55 Uhr von Har

NqCQychJBhP

Also ich finde Ihr sitzt hier selbst einem Teil des Mythos auf, der gdraee von den Zensurbefc3bcrworterInnen produziert wird. Und zwar dem Fremdtc3a4termythos und dem Mythos normale Mc3a4nner wc3bcrden sowas nicht tun.Untersuchungen in Tourismusgebieten und Beobachtungen z.B. im Vietnamkrieg zeigen aber das ganz normale Mc3a4nner von nebenan in Ausnahmesituationen sowohl massenhaft Gewalt anwenden als auch nichts dabei finden Kinder sexuelle Gewalt anzutun. Dies machen nicht alle Mc3a4nner, aber in Vietnam waren die Mc3a4nner, die dies nicht gemacht haben, in einem Teil der Fc3a4lle die Minderheit. Und in Vietnam waren ganz normale USAmerikanische Mc3a4nner im Einsatz. In anderen Kriegen lc3a4c39ft sich c3a4hnliches beobachten. Untersuchungen zu Sextouristen in Asien ergeben ein c3a4hnliches Bild (insbesondere bezogen auf Kinder c3bcber 12 / 13 Jahren), interviewte Tc3a4ter waren nach psychologischen Profil nicht auffc3a4llig. Legitimiert haben sie sich mit exotischtischen/rassistischen Stereotypen.Auc39ferdem ist sexuelle Gewalt im Alltag primc3a4r Beziehungsgewalt. Das gilt auch fc3bcr sexuelle Gewalt gegen Kinder. Es ist nicht zufc3a4llig das eine Familienanbeterin wie Ursula von der Leyen sich alle Mc3bche gibt den Fremdtc3a4termythos wieder stark zu machen, anstatt Frauenhc3a4user (die eben auch Schutz fc3bcr Mc3bctter mit Kindern darstellen) zu fc3b6rdern, anstatt z.B. die neuen Abhc3a4ngigkeiten durch Hartz IV in Bedarfsgemeinschaften anzugehen und die Kinderrechte GEGEN die familic3a4ren Zugriffe zu stc3a4rken.Im Raum Hannover hat Hartz IV bereits zu einem Anstieg im zweistelligen Prozentbereich der innerfamilic3a4ren Gewalt gefc3bchrt (Also in der Regel zum Anstieg der Gewalt von Mc3a4nnern gegen Frauen und Kindern sexuelle Gewalt, auch gegen Kinder, ist als Teil davon zu begreifen -).Die Internetzensurdiskussion muc39f meiner Meinung nach als Teil reaktionc3a4rer Familienpolitik begriffen werden, die gdraee nicht die wirklichen Ursachen sexueller Gewalt im Bereich familic3a4rer Strrukturen angehen will. Und die im Zusammenhang zu sehen ist mit einer asozialen Sozial- und Auslc3a4nderInnenpolitik, die Gewalt und sexuellen Mic39fbrauch systematisch fc3b6rdert (z.B. auch durch die durch das Auslc3a4nderInnenrecht konstituierten Abhc3a4ngigkeitsregelungen (Aufenthalt=Ehe), durch Abschiebungspraxen (z.B. betroffene von Gewalt), usw.). Fc3bcr reale Fremdtc3a4ter wc3a4re auc39ferdem vielmehr das Problem deutscher Tc3a4ter im Ausland relevant im Kontext von Rassismus (z.B. sexuelle Gewalt gegen Kindern aus dem Sinti und Roma Millieu als Effekt von Rassismus und sozialer Verelendung), Chauvinismus und Exotismus (Beispiel Thailand).