Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

11.08.2005

Polizei und Amtsrichter im Wahn - Datenschützer schlägt Alarm

Es wird ein Brandstifter gesucht. Nur wird er nicht gefunden. Das finden Polizei und ein Amtrichter nicht hinnehmbar. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf - wurden gleich mal alle Personen angeschrieben, die in der fraglichen Nacht in einem bestimmten Umkreis vom Tatort telefonierten. Das macht dann 700 Zeugen bzw. Beschuldigte - wie man es dreht, denn so soll ja der Täter gefasst werden. Übrigens handelt diese Szene in Deutschland. Die zuständige Polizei sieht sich auch heute noch gerechtfertigt: Bisher gebe es einen sehr hohen Rücklauf der Antworten und eine positive Resonanz der Betroffenen auf die Fragebögen. Zudem gehe es bei den Bränden um schwerwiegende Verbrechens-Tatbestände und nicht "nur um ein Feuer". Ob eigentlich auch die Polizei weiss, dass der Zweck eben nicht alle Mittel heiligt?


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