Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

04.10.2005

In der Kritik an den Biometrischen Reisepässen gerät auch die Humanistische Union argumentativ ins Schleudern

Die Kritik an der Einführung biometrischer Reisepässe kann nicht oft genug formuliert werden. Für eine gemeinsame Pressemeldung u.a. der Humanistischen Union hätte man sich aber doch ein wenig mehr Zeit nehmen sollen. Ein Satz wie "Professionelle Straftäter oder gar Terroristen können weiterhin auf Ausweisdokumente anderer Staaten ausweichen." lässt befürchten, dass man beim permanenten Lesen über den "Feind an sich" und damit insb. "den Terroristen" mittlerweile selbst glaubt, dass es diese Personen gibt: den (professionellen) Täter per se. RH dachte, dass ein derartiges Denken überwunden sei. Auch der Hinweis darauf, dass man das Geld lieber zu "tatsächlicher Terrorismusprävention" hätte verwenden sollen, beunruhigt mehr, als dass er argumentativ überzeugt.


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