Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

08.01.2006

Erst mal sammeln, dann mal schauen

So beschreibt Graff die Datensammlungswut (auch) auf europäischer Ebene, die sich in verhängnisvoller Weise mit einer Datenpreisgabebereitschaft der Betroffenen ("als ob es kein Morgen gäbe") paart. Im WM-Jahr wird dies alles noch viel schlimmer werden. Und während früher jeder bis zum Beweis des Gegenteils als unschuldig galt, befindet sich nunmehr jeder im weiten Fahnungsnetz - einfach, weil er existiert. Die prekäre Idee größtmöglicher Vollständigkeit der Daten, in der jedes Vorkommnis sichtbar wird, ist ein beunruhigende - es sei denn, man gehört eben zu denjenigen, die emotionslos ihre Daten preisgeben.


Kommentare