Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

01.06.2006

Sicherheitsgefühl und Raumwahrnehmung

Selten genug machen sich die Protagonisten der Videoüberwachung die Mühe, die behaupteten Erfolge der Überwachung auch tatsächlich zu evaluieren. Würden sie es tun, so ergäbe sich Ernüchterndes (was sie wohl befürchten). Immerhin lässt sich aber feststellen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl mit der Raumwahrnehmung zusammenhängt. Kennt man sich nicht aus, fühlt man sich unsicher, die positive Einstellung zur Videoüberwachung steigt. Dies gilt auch für anonyme, eher funktionale Orte wie Bahnhöfe; nur: Selbst wenn an unbekannten Orten Videoüberwachung etabliert würde, würde man sich nicht zu diesen aufmachen (warum auch?), und zum Bahnhof geht man trotzdem - und stellt in aller Regel fest, dass er zu einem Kriminalitätsschwerpunkt hochstilisiert wurde.


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