Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

27.10.2007

Freiburg spielt jetzt in der Champions League - ja und?

Stuttgart macht dies auch. Soll bedeuten: Es mag zwar schön sein, sich für diese qualifiziert zu haben, wie man aber in dieser spielt, ist entscheidend, und wie man sich gibt: als nunmehrige Elite bzw. elitärer Zirkel oder als Institution, die ihren Auftrag für Lehre und Forschung ernst nimmt, die nicht auf die Ungleichheit der Startbedingungen vertiefende IQ-Tests setzt, sondern die ihr Wissen und ihre Qualität in den Dienst der Gesellschaft stellt. Hierzu passen auch nicht die Studiengebühren, wie kürzlich der FU-Präsident - gleichfalls Teil der Elite - zum Ausdruck brachte. Und natürlich in gleicher Weise nicht ein Zurückziehen der Spitzenkräfte aus der Lehre. Jeder dieser Wettbewerbe paralysiert die Universitäten über Monate einschließlich der für die Hochschulfinanzierung zuständigen Länder. Eine unaufgeregte und kontinuierliche Finanzierung der Fakultäten, die bei der Auswahl ihrer Mitglieder auf Qualität gesetzt hat und mit jeder Berufung setzt, hätte die Medien nicht auf den Plan gerufen und hätte zu keinen spontanen Jubelfeiern geführt. Es wäre schlicht gearbeitet worden, mit Engagement und Energie. Und vielleicht hätte sich die Distanz zu den Adressaten von Forschung und Lehre sogar verkürzt. In Stuttgart beginnt das Publikum langsam mürrisch zu werden, obwohl "groß eingekauft" worden ist.


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