Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

13.03.2008

BVerfG – Geschwisterliebe bleibt verboten

Trotz jahrzehntelanger Kritik und wiederholten Bestrebungen § 173 Abs. 2 S. 2 StGB, der den Beischlaf zwischen leiblichen Geschwistern mit Strafe bedroht, aufzuheben, hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichtes sich für die Verfassungsmäßigkeit der Norm entschieden. Zur Begründung verwies das Gericht auf die Bewahrung der familiären Ordnung vor schädigenden Wirkungen des Inzests, den Schutz des in einer Inzestbeziehung unterlegenen Partners sowie die Gefahr von genetisch bedingten Erbschädigungen. Einzig der Berichterstatter und Vorsitzende des Zweiten Senates Hassemer stimmte mit einem ausführlichen Sondervotum gegen die Entscheidung. Er legt dar, dass eugenische Gesichtspunkte grundsätzlich keinen verfassungsrechtlich legitimen Zweck einer Strafnorm darstellen. Ferner sei fraglich, ob der Straftatbestand überhaupt in der Lage ist, einen umfassenden Rechtsgüterschutz zu vermitteln, denn die Familie könne auch durch andere sexuelle Handlungen oder den Beischlaf zwischen gleichgeschlechtlichen oder nicht leiblichen Geschwistern geschädigt werden. Zudem kann daran gedacht werden, dass die Beschwerdeführer selbst auch eine Familie bilden, die es zu schützen gilt. Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit der Norm bestehen ferner auch im Hinblick auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, denn der Schutz der Familie kann auch und mit Sicherheit besser durch familien- und vormundschaftsgerichtliche Maßnahmen gewährleistet werden.


Kommentare

17.10.2012, 22:22 Uhr von Francisco

ecuAHXbAnE

Aber mal ganz ehrlich von 63 kg auf fcber 111 kg in vier Jahren, da hast du aber kre4ftig ngeoachhlfen.Auf natfcrliche Weise schafft das keiner, sorry, zumindest nicht in der Zeit.Leider hat Bodybuilding schon lange nichts mehr mit den grichischen Idealen gemein. Mens sana in corpore sano. Das war mal. Einen gesunden Geist kann man einen Steroiduser nicht nachsagen.Seit den sechzigern wird geschluckt und gespritzt was der Kf6rper aushe4lt. Und nicht wenige Profis und Amateure schaffen es nicht fcber das ffcnfzigste Lebensjahr hinaus. Sonny Schmidt, Paul de Mayo, Andreas Mfcnzer, Momo Benaziza ect. .Mir tut es leid um den Sport, ich liebe ihn. Ich habe seit 10 Jahren keine BB Veranstaltung mehr besucht. Nur noch aufgeble4hte Be4uche, verpickelte Kf6rper und durch Synthol aufgeblasene Muskelberge.Trotzdem ich trainiere weiter !!! Antwort vom September 24th, 2010 09:39:Hey Rico nein ruhigen Gewissens kann ich sagen, dass dieser Erfolg NICHT auf Doping zurfcckzuffchren ist!!!63kg hatte ich mit 13 111kg waren es mit 16Jahren. Meine Eltern he4tten mir die Ohren lang gezogen und mein Taschengeld reichte gerade einmal ffcr eine Dose Eiweidf Ok ich war nicht definiert und das meiste war Fett, dennoch ist die Zunahme rein natfcrlich gewesen.Aus deinen Worten lese ich, dass du auch ein leidenschaftlicher Bodybuilder bist. Wenn du diesen Sport liebst, warum verurteilst du ihn dann?Es gibt fcberall Leistungsgrenzen und Ausnahmefe4lle. Das darfst du nicht verallgemeinern.Deshalb ffchre ich diesen Blog, um aufzukle4ren.Dass Leistungssportler sterben, ist nicht nur im Bodybuilding der Fall, in jeder Sportart. Die Dosis macht das Gift.Dennoch sollte die Leidenschaft an einem gut proportionierten Kf6rper nicht verloren gehen. Bodybuilding heidft gesunde Lebensweise und ein schf6ner Kf6rper.Beste GrfcdfeThomas