Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

15.04.2008

Jan Ullrich bleibt auch im Ermittlungsverfahren nur 2. Sieger

So wie in der Regel bei der Tour de France. § 153 a StPO - die Einstellung gegen eine Auflage - ist wirklich kein Ruhmesblatt für die Verteidigung. Warum hat sie nicht nahezu alle Tatbestandsmerkmale des Betrugstatbestandes zerfetzt? Alle wussten, was Sache war, Profis eben. Niemand täuschte, niemand konnte somit auch irren. „Gewinne und dope nicht, gewinne und dope, egal, aber lass Dich jedenfalls nicht erwischen.“ Geld floss zwar reichlich, aber das ist im Wirtschaftsleben in Ordnung, wenn sich jeder der Tragweite seines Tuns bewusst ist. Und einen Schaden hat in dieser wunderbaren Welt erst recht keiner davongetragen, amortisiert und rechnet sich schneller, als Jan Ullrich den Berg hoch ist, sind alle zufrieden: T-Mobile, Jan Ullrich & Co., die ARD.

"Gedopt hat er aber", so die Staatsanwaltschaft. Na und? Was geht die Staatsanwaltschaft das an? Einen Straftatbestand des Dopings gibt es in Deutschland nun mal nicht, und zwar zu Recht. Denn Strafrecht hat nichts mit Paterinalismus, einer fürsorglichen Betreuung des Staates für seine dann offensichtlich unmündigen Bürger, zu tun.

Wenn Du mal wieder eine strafrechtliche Frage hast, Ulle, komm zu uns. Nimm den Zug, denn mit dem Fahrrad warst Du schon gedopt zu langsam.


Kommentare

11.01.2009, 08:23 Uhr von Johnnie Jensen

FwYEWCFv

hi 5vcvia1zp1z0x2gu good luck

11.01.2009, 08:23 Uhr von Johnnie Jensen

FwYEWCFv

hi 5vcvia1zp1z0x2gu good luck

11.01.2009, 08:22 Uhr von Johnnie Jensen

FwYEWCFv

hi 5vcvia1zp1z0x2gu good luck

09.01.2009, 19:09 Uhr von Andres Stephenson

oSgaWfwmnHmc

hi 5vcvia1zp1z0x2gu good luck

16.04.2008, 15:39 Uhr von Morfeld

Fahrkarte lösen?

Offenbar wird es Jan Ulrich nun auch noch mit der Hamburger StA zu tun bekommen, dieses Mal wegen der Abgabe einer falschen Versicherung an Eides statt, § 156 StGB. Mit Hilfe einer solchen hatte er in Hamburg dem Chef-Aufklärer Prof. Werner Franke die Behauptung untersagen lassen, er (Jan Ulrich) habe 35.000 € an den spanischen Doping-Arzt Fuentes gezahlt. Nachweise für eine solche Zahlung finden sich jedoch offensichtlich in den Ermittlungsunterlagen der Bonner StA, welche mit der Einstellung des Betrugsverfahrens zugänglich werden, Fraglich, ob da das Zugticket noch hilft. Wahrscheinlich wird es doch wieder ein bißchen teurer werden.. Tagesspiegel