Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

03.08.2008

Heute schon gepetzt?

Gestern plante das Finanzministerium ein Petzportal zur Steuerhinterziehung, heute gibt die Bild am Sonntag eine Umfrage in Auftrag, wie es um die Petzbereitschaft für die GEZ bestellt ist. Das etwas enttäuschende Ergebnis: Nur zwölf Prozent aller Deutschen sind laut der Umfrage dazu bereit, Schwarzseher bei der Gebühreneinzugszentrale GEZ anzuzeigen. Das lässt sich noch steigern. Auch hier bietet sich die Installierung einer anonymen Hot-Line an, damit man es dem Nachbarn so richtig heimzahlen kann. Oder man schafft ein Anreizsystem: Einmal gepetzt, ein Monat Befreiung von den Gebühren.

Die Erkenntisse der Denunziationsforschung gehen übrigens dahin, dass es bei Denunziationen in aller Regel nicht um staatstragende Motive oder den Gedanken der Fairneß geht, sondern dass sie persönlich begründet sind (Rache und Vergleichbares). Egal, Hauptsache man erlangt die Infos, auch wenn sie zu einem großen Teil dann falsch sein mögen. Dagegen sollen sich halt die Betroffenen wehren.


Kommentare

08.11.2008, 11:49 Uhr von ma447zda

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