Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

19.10.2008

unsere Umfrage zu den Studiengebühren

Wir hatten Sie in unserer Umfrage danach gefragt, ob raffinierte Studiengebührenmodelle, die den Studierenden erst später und nur dann zur Kasse bitten, wenn Geld vorhanden ist, die Bedenken zerstreuen könnten oder diese nichts an der Ablehnungswürdigkeit der Studiengebühren ändern.

Nur eine hauchdünne Mehrheit (51 %) bleibt bei der Ablehnungswürdigkeit der Studiengebühren. In der Tat mache auch ich einen zunehmenden Pragmatismus der Studierenden aus, die sich nunmehr verstärkt darum bemühen, dass die Studiengebühren, wenn sie denn schon sein müssten, zumindest sinnvoll eingesetzt werden sollten.

Und die Fantasie der Universitäten ist nahezu grenzenlos. Vielleicht können Sie ein paar eher krasse Beispiele hier über die Kommentarfunktion anführen?


Kommentare

20.10.2008, 14:14 Uhr von jp

Damit es nicht langweilig wird.

Obwohl nur krasse Beispiele eingefordert werden, nutze ich die Kommentarfunktion, um noch einmal meinen Wunsch nach einer offenen Diskussion zu alternativen Studiengebührmodellen zu bekräftigen. Nachträgliche, einkommensbezogene Studiengebühren sollte man m.E. nicht schlechthin verteufeln. Natürlich weisen auch diese ein hohes Risiko auf, dass dadurch oder zumindest auch im Zusammenhang hiermit, staatliche Förderung zurückgefahren wird. Auch wird die finanzielle Last eines Studiums zu Ungunsten ehemaliger Studierender verteilt. Aber ist dies wirklich so ungerecht? Ich kann überdies auch der Bindungswirkung einer entsprechenden Alumniplattform und universitätsautonomen Mitteln zumindest in der Theorie etwas abgewinnen.

20.10.2008, 10:54 Uhr von Filtor

Nicht besonders krass, aber propagandistisch

sind die gelben Punkte in der Juristischen Seminarbibliothek, die anzeigen: "Buch bezahlt aus Studiengebühren". Die kleben nämlich oft auf Neuauflagen von Standard-Kommentaren, die auch sonst angeschafft wurden und würden. Scheint ein Trick zu sein, um Leuten die Gebühren schmackhaft zu machen.