Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

16.03.2009

Althaus mag die Kategorie der Schuld nicht

... teilt er uns via Bild mit, mit der er bereits kraftvoll kommuniziert. Er fühle sich jedoch verantwortlich. Wenn er damit etwas anderes meint als die Kategorie der Schuld, wundern wir uns ein wenig, warum er dann so schnell das Urteil des österreichischen Landgerichts rechtskräftig werden ließ.

Müssen jetzt wirklich derartige rhetorische Blendgranaten gezündet werden? Ja, der Unfall war "tragisch", aber nicht unausweichlich. Und Althaus war in diesen "verwickelt", aber nicht in dem Sinne, dass er allein das Opfer war. Schließlich: Er muss sich nicht strafrechtlich verantwortlich fühlen, sondern er ist es, und dafür bedarf es eben der Schuld.


Kommentare

24.04.2009, 17:35 Uhr

Definition von Schuld

Sicherlich hat sich Herr Althaus schuldig im Sinne des Strafrechts gemacht, doch sollte berücksichtigt werden, dass Schuld im Allgemeinen Strafgebrauch eine andere Bedeutung hat - nämlich Schuld als moralische Bewertungskategorie. Unter dieser Definition kann darüber gestritten werden, ob Herr Althaus Schuld auf sich geladen hat oder nicht. Betrachtet man die Frage der Schuld aber wie Sie nur auf juristischer Ebene muss dies gerade fremd und unverständlich auf den normalen Bürger wirken. Wollen Sie das?

30.03.2009, 23:24 Uhr

Ah ja.

Sie haben Recht: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E91BED5295F74409392ED8972087187CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed Also ein Vorbestrafter als Ministerpräsident in Thüringen. Naja, ist ja in der DDR nicht ungewöhnlich.

16.03.2009, 22:46 Uhr

Nein.

Nein.

16.03.2009, 22:44 Uhr

Strafverfahren in Deutschland?

Wo wir gerade beim Thema sind und hier wohl die richtigen Experten für die Frage sitzen: Erwatet Herrn Althaus eigentlich auch noch ein Strafverfahren in Deutschland oder bleibt ihm das erspart (Schade eigentlich)?