Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

26.09.2011

Papst fordert stärkere Trennung von Staat und Kirche

Das finden wir eine gute Idee (vgl. bereits die letzte Meldung). Zollitsch hingegen scheint ein wenig besorgt und interpretiert die Forderung des Papstes jedenfalls nicht so, dass die enormen finanziellen Transferleistungen des Staates in Frage zu stellen seien. Nein, nein, auf keinen Fall, sie ist eine Grundkonstante der Trennung von Staat und Kirche.

Etwas überraschend sind die Worte des Papstes dann allerdings doch, wenn er im Bundestag eine Rede hält, wie unverständlich sie für den gemeinen Abgeordneten auch gewesen sein mag, und mit einigen Richtern des Bundesverfassungsgerichts (jedenfalls wohl dem Präsidenten und Vize-Präsidenten) zusammenkommt, die immer wieder in kirchenrelevanten Fragen zu entscheiden haben. Hätte sich das dann nicht der Papst eigentlich auch sparen können?


Kommentare

27.10.2011, 18:14 Uhr von Anonüm

Staat vs Kirche

Staat und Kirche sollten komplett getrennt werden, und alle Gesetze, in welchen die Kirche vorkommt oder sich auf die Kirche berufen wird sowie die Erwähnung Gottes in der Präambel des Grundgesetzes umgeschrieben werden. Wie soll das Ziel einer vollen Integration von Menschen mit anderen Religionen/Weltbildern in die deutsche Gesellschaft sonst jemals erreicht werden, wenn schon der erste Satz unserer Verfassung einen Gott festlegt?