Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

12.03.2012

Das broken-windows-Murmeltier

Gab es nicht kürzlich eine Diskussion darüber, ob man dieses Murmeltier nicht einfach mal schlafen lassen könne, statt es aus seinem Bau zu zerren - für nichts und wieder nichts? "Das stimmt doch nicht!" mögen Sie empört einwenden, das Volk wünsche das eben.

So muss es auch mit der broken-windows-Theorie stehen. Endlich mal eine platte Wenn-Dann-Theorie, die jeder kapiert: Zerbrochenes Fenster - Verwahrlosung - Kriminalität, und umgekehrt eben!

So ganz deutlich wird aus dem Bericht der BZ nicht, ob sich nun das Bonner MPI für Gemeinschaftsgüter vor den broken-windows-Karren spannen lassen wollte, als es den Einfluss der Erwartungshaltung auf das eigene Verhalten untersuchte. Denn plötzlich tauchen wie aus dem Nichts wieder unsere niederländischen Forscher auf, die den Missing Link zu kriminellem Verhalten geliefert haben sollen.

Das hat uns bereits vor vielen Jahren in einem NL-Interview mit Michael Jasch eher erheitert. Und so dürfen auch wir der Einfachheit halber einfach mal kramen. Denn eines ist sicher: Geändert hat sich schlicht nichts.


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