Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

17.05.2013

Dringlicher Aufruf im Kampf gegen die No-go-Areas

Was dem Innenminister ein Anliegen ist, sollte es uns erst recht sein: Weil SPD-Innenexperte – so würde er sich sicherlich bezeichnen – Sakellariou unfairerweise übel ausgebremst wurde und er nicht über den Postverteiler der Landes-SPD sein ach so berechtigtes Vorbringen verbreiten durfte, springen wir ihm gehorsam im Kampf gegen das Übel zur Seite. Wir sind uns zugegebenermaßen auch nicht ganz sicher, ob es bei der Wahl zum Villa-Schreckenstein-König (s. unseren Bericht im unten verlinkten Newsletter) mit rechten Dingen zuging. Nun gut, Boris Palmer war genial wie immer, wie Sido geradezu, aber auch der damalige Sakellarious-Vorstoß hatte etwas: Ob sich RH selbst in die schutzlosen Räume traue, sei ihm egal, seine Töchter müssten das auch tun. – Wochenlang hatte man am LSH gerätselt, wessen Töchter nun genau gemeint waren.

Noch einmal in Kurzform die nun wirklich auf der Hand liegenden Gründe, warum Sie in die Innenstadt hasten und eine Unterschriftsliste ausfindig machen sollten: Wenn es einen SPD-Parteitagsbeschluss gegen ein Alkoholverbot gibt, der VGH in letzter Zeit mehrmals ordnungspolitische Klientelpolitik im Gewande der Gefahrenabwehr kassierte und die Kriminologie keinerlei Rückendeckung für einen behaupteten Kausalzusammenhang von Alkoholkonsum und Gewaltkriminalität gibt, dann sollte man schon springen. Denn nicht nur Innenminister Gall, sondern auch Ministerpräsident Kretschmann wünschen dies so. Und er hat immerhin heute Geburtstag. Hoch die Tassen!


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