Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

22.1.2016

Heiko Maas korrigiert sich: doch keine organisierte Kriminalität

Ein Heiko Maas, der sich korrigiert? Nein, das ist natürlich ein Scherz, so etwas hat unser Justizminister natürlich nicht nötig. Dabei stand seiner Behauptung, die Verdachtsfälle der Kölner Silvesternacht (und so dürfen wir sie bei aller Empörung nach wie vor bezeichnen) seien eine „neue Dimension organisierter Kriminalität“, die Abwegigkeit von vornherein auf die Stirn geschrieben (vgl. unseren letzten NL vom 15.1.2016 unter II.). 

Drei Wochen später bekommt er dies von den Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen noch einmal bestätigt. Offensichtlich geht man nicht einmal mehr von einem bandenmäßigen Vorgehen aus. Damit Heiko Maas nicht gleich wieder über Begrifflichkeiten stolpert, wir machen uns ein wenig Sorgen um ihn: Selbst wenn man eine Bande für einzelne Delikte nachweisen sollte, hätte dies nichts, aber auch gar nichts mit der vielfach und plausibel als Chimäre bezeichneten sog. organisierten Kriminalität zu tun.
 

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