Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

22.7.2021

Und nach der Pandemie?

Seit gut zwei Monaten haben wir Sie gefragt, wie die Lehre nach der Pandemie aussehen sollte. Bislang beteiligten sich 276 an der Abstimmung. 57 % (157 Stimmen) wünschen sich die „gute, alte“ Präsenzlehre im Hörsaal zurück, wobei etliche Studierende sie noch nicht einmal so richtig erlebt haben dürften. Jedenfalls nicht den brechend vollen Hörsaal mit Studierenden auf den Fensterbänken. Wenn RH nun von einer Stimmung wie im ausverkauften Westfalenstadion sprechen würde, dann wäre es vielleicht in aller Regel ein bisschen geflunkert. Dies mag auch der Grund dafür sein, dass sich 43 % (119 Stimmen) für die Zukunft ganz pragmatisch frei verfügbare Vorlesungsvideos wünschten. Das reiche. Wir gehen davon aus, dass der Gewinn an Flexibilität der Grund für eine solche Wahl gewesen ist, möglicherweise aber auch die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Präsenzformat.

Das können wir aus dieser Abstimmung nicht ablesen und daher setzen wir auf Ihre Erläuterungen über die Kommentarfunktion.


Kommentare

25.08.2021, 11:40 Uhr von RH

Ihr Kommentar vom 7.8.

Vielen Dank für Ihren Kommentar und die in diesem geäußerte Kritik. Sie haben recht: Die Antwortmöglichkeiten polarisieren und decken nicht einmal ansatzweise die große Bandbreite möglicher Varianten in der Zukunft ab. Daher setzen wir gerade auf Kommentare wie Ihren, um die Fragestellung dann im Anschluss differenzierter zu betrachten und zu diskutieren. In unserem Forschungsprojekt JUKOL versuchen wir zu ergründen, warum die Diskussionsbereitschaft - diesen positiven Ausnahmefall mal beiseitegelassen - dann doch jedenfalls in diesem Rahmen nicht besonders ausgeprägt ist: keine Zeit, keine Lust, keine Hoffnung, dass ein Diskussionsbeitrag was bringt?

07.08.2021, 12:03 Uhr

Online und Präsenz

Da ich selbst in den Genuss einer Reihe von RH-Vorlesungen gekommen bin, kann ich versichern, dass sie in Aufregung und Intensität einem ausverkauften Westfalenstadion in nichts nachstehen – aber das nur nebenbei. 

Die zeitliche Flexibilität ist sicherlich ein Grund, weshalb Aufzeichnungen bevorzugt werden. Ein weiterer Grund könnte darin liegen, dass man sich die Aufzeichnung in beliebiger Geschwindigkeit ansehen kann. Außerdem kann man bei komplizierten Themen zurückspulen und sich die Stelle einfach erneut ansehen. Hinzu kommt, dass es mit Aufzeichnungen möglich ist, bei Bedarf zu pausieren, und sich so seine eigene Pause zu setzen.

Ich halte aber die Antwortmöglichkeiten in ihrer Polarisierung für bedenklich. Meines Erachtens sollten die vielen Vorteile der digitalen Lehre auch in der Post-Corona-Lehre so gut wie möglich beibehalten werden. Dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass man sowohl Präsenzlehre als auch Aufzeichnungen bereitstellt. Dies war aber leider keine Antwortmöglichkeit.