Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg

6.11.2020

Auswertung: ProfessorInnen auf Twitter, Instagram & Co.

Schon seit gut zwei Monaten läuft unsere Umfrage zur Frage, was davon zu halten ist, wenn sich ProfessorInnen auf Twitter, Instagram & Co. tummeln. Höchste Zeit also, sie einmal auszuwerten. Abgegeben wurden nur 129 Stimmen, vielleicht hätte die Abstimmung auf Instagram erfolgen müssen 🙂. Die große Mehrzahl (90 = 70 %) zeigt sich ganz einverstanden damit, dass sich ihre LehrerInnen zumindest zum Teil der sozialen Medien bedienen. 8,5 % ist dies nicht bekannt (sie sind sicher anderweitig unterwegs), lediglich 28 (= 22 %) sind der Überzeugung, Wissenschaft und 280 Zeichen vertrügen sich einfach nicht.

Vermutlich würde das viele der bei Twitter Agierenden nicht sonderlich scheren. Sie würden darauf verweisen, einfach im öffentlichen Diskurs Flagge zeigen zu wollen, und sei es nur durch die überaus beliebten Retweets.

Wenn es dabei weder um Narzissmus noch um offensichtlich für Aufmerksamkeit sorgendes Privates geht, soll es uns recht sein. Unser Verdacht bleibt, dass viele Tweets unserer Profession gerade nicht von der Sorge getragen sind, der Gesellschaft könnten wesentliche Einsichten verborgen bleiben.

Und wie steht es mit dem LSH selbst? Auch wir nehmen gerne am gesellschaftspolitischen Diskurs teil, setzen dabei aber noch immer auf den altmodischen (kurzen) Text bei den News und im Newsletter (Law & Politics). Unsere Reichweite bleibt damit arg begrenzt, was wir aber mit Fassung tragen. Meist haben wir eh keine Weltneuheiten zu verkünden.

Instagram dient uns allein als Türöffner für die Lehre oder eben unsere Meinungen. Auf Geschmacksverstärker aus der Welt des Privaten verzichten wir. Aber vielleicht ist ein solches Vorgehen auch schon grenzwertig, sicher sind wir uns nicht.


Kommentare

09.11.2020, 13:23 Uhr

Twitter

Twitter dient meiner Auffassung nach vor allem dem Diskurs. Die Pandemie zeigt, dass es durchaus ein großes Interesse auf Twitter für WissenschaftlerInnen gibt, die zu Artikeln, Aussagen oder Kritik Stellung beziehen. Das gleiche gilt meiner Meinung nach auch für juristische Themen. Eine stärkere Präsens von JuristInnen, die keine PolitikerInnen sind, würde den UserInnen den Zugang zu juristischer Expertise, zum Beispiel in der Pandemie deutlich erleichtern.