21.03.2006


Lonsdale-Verbannung: Niedersächsische Jusos und Quelle feiern sich selbst und unterstützen damit die Nazis

Die Jusos im niedersächsischen Papenburg wollten ein Zeichen setzen und schrieben einen Informationsbrief an Quelle, in welchem sie hinwiesen, dass Lonsdale-Kleidung vorwiegend von Rechtsradikalen getragen wird. So erklärt die dortige Juso-Sprecherin Küwen auch warum: Die Buchstabenkombination NSDA diene als Erkennungszeichen unter Gleichgesinnten und leider finden diese Symbole immer mehr Verbreitung in unserer Gesellschaft. Und um eben dieser Akzeptanz gegenüber menschen- und verfassungsfeindlichen Ansichten entgegenzutreten, hat sich Quelle-Geschäftsführer Badke aufgrund des netten Juso Briefes entschlossen, Lonsdale Kleidung aus dem Quelle Sortiment zu verbannen.

Über diese Maßnahme kann man sich nur wundern. Die niedersächsischen Jusos samt dem Quelle Geschäftsführer zeigen nämlich, wie gut gemeinte Poltik das Gegenteil erreichen kann. Denn mittels solcher Boykotte erreichen sie gerade, dass eine Marke von Nazis unterwandert werden kann. Lonsdale wird nämlich - bisher - nicht nur von Nazis getragen. Lonsdale versucht vielmehr die Besetzung der Marke durch Nazis zu unterbinden, finanziert deshalb Antirassismusprogramme und fährt Werbungen mit dunkelhäutigen Models.

Als ob die Nazis jetzt keine Lonsdale Kleidung mehr kaufen könnten, weil sie nur bei Quelle kaufen. Vielmehr besteht die Gefahr, dass immer weniger "Normalos" Lonsdale Kleidung kaufen, weil sie nicht stigmatisiert werden wollen. Ein schönes Scheunentor ist damit für den Versuch der Nazis geöffnet worden, die Marke Lonsdale erfolgreich zu unterwandern. Glückwunsch liebe Papenburger Jusos und lieber Herr Badke für diesen tollen Erfolg. Nur gut, dass der Quelle Katalog nicht das Einkaufsparadies für Jugendliche ist.